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Informationstechnik im Gebäude O Bildinformationen anzeigen

Informationstechnik im Gebäude O

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

Planungsphase: vor dem Forschungsvorhaben

Anforderungen der Förderorganisationen

Wenn Ihr Forschungsvorhaben im Rahmen eines Drittmittelprojektes durchgeführt wird, erkundigen Sie sich im Vorhinein nach eventuell geltenden Richtlinien zum Management von im Projekt entstehenden Forschungsdaten. Einige Förderorganisationen verlangen explizit, Forschungsdaten nach dem Projektende öffentlich zugänglich zu machen. Insbesondere werden solche Anforderungen an Forschungsdaten gestellt, die wissenschaftlichen Publikationen zugrunde liegen.

Außerdem erwarten Förderorganisationen immer häufiger, dass ein Datenmanagementplan (DMP) bei der Antragstellung eingereicht wird. Im Datenmanagementplan soll i. d. R. kurz beschrieben werden, welche Forschungsdaten produziert, wie diese dokumentiert und archiviert werden und welche Nachnutzungsmöglichkeiten bestehen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sieht beispielsweise vor, dass die Überführung von nachnutzbaren Forschungsdaten in vorhandene Datenbanken oder Repositorien in einem dem Antrag beizufügenden Konzept geschildert werden soll. Die ggf. zusätzlich anfallenden Kosten können in den Antrag integriert werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fragt ebenso nach einem „Verwertungsplan“, in dem u. a. wissenschaftliche und/oder technische Nachnutzungsmöglichkeiten darzustellen sind. Im Rahmen von EU-Forschungsprojekten (EU-Horizon Open Research Data Pilot“) sind Datenmanagementpläne Teil des Antrags und fließen auch in die Bewertung ein. Zu diesem Zweck stellt die Kommission eine spezielle Vorlage zur Verfügung.

Folgende Fragen können Ihnen erste hilfreiche Ansatzpunkte für die Erstellung eines solchen Datenmanagementplans bieten:

  • Was ist das Ziel des Projekts? Welche Einrichtungen/Personen werden miteinbezogen?
  • Welche Forschungsdaten werden dafür verarbeitet (erhoben/verwendet/gespeichert/nachgenutzt etc.) und wie fließen diese Daten (Datenflussdiagramm)?
  • Welche (fachspezifischen) Standards werden angewendet/berücksichtigt (z. B. Datenformate, Metadaten, Ontologien)?
  • Welche Forschungsdaten werden dafür erhoben/nachgenutzt und wie?
  • Welche (fachspezifischen) Standards werden angewendet / berücksichtigt (z. B. Datenformate, Metadaten, Ontologien)?
  • Wie wird die Speicherung, Sicherung, Archivierung und ggf. Zugänglichmachung von Forschungsdaten organisiert? Mit welchen Datenvolumina ist zu rechnen?
  • Gibt es rechtliche, zeitliche oder andere Einschränkungen für die Zugänglichmachung von Forschungsdaten, die berücksichtigt werden müssen?
  • Wer übernimmt im gesamten Prozess welche Verantwortlichkeiten?
  • Wer entscheidet über Mittel und Zwecke der Datenverarbeitung?
  • Welche Kosten und Folgekosten fallen im Projekt an und wie werden sie abgedeckt?

Ein Datenmanagementplan soll helfen, grundlegende Fragen und Zuständigkeiten bereits in der Planungsphase zu klären. Die Universität Paderborn wird Formulierungen und entsprechende Services entwickeln, um Datenmanagementpläne erfolgreich zu gestalten. Bei Fragen wenden Sie sich an Dez 2.2 (Forschungsreferat).

Die Universität der Informationsgesellschaft